Zukunft ist nichts, das eines Tages plötzlich beginnt.
Sie entsteht bereits heute: durch Entscheidungen, durch Veränderungen, durch neue Perspektiven und durch die Art, wie wir als Unternehmen damit umgehen.
Diesen Gedanken habe ich auch vom B2B-Tourismusfestival der Bayern Tourismus Marketing GmbH mitgenommen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Impuls der Design- und Zukunftsforscherin Dr. Birthe Menke.
Sie beschäftigt sich nicht mit der einen Zukunft, die vermeintlich unveränderbar vor uns liegt. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche mögliche Zukünfte und die Frage, welche davon wir als Gesellschaft, Branche oder Unternehmen für wünschenswert halten.
Der entscheidende Gedanke dahinter: Zukunft muss nicht nur vorhergesagt werden. Sie kann aktiv gestaltet werden.
Diese Perspektive ist nicht ausschließlich für den Tourismus relevant. Sie betrifft jede Organisation, die sich in einer Zeit permanenter Veränderung weiterentwickeln möchte.
Und damit betrifft sie auch uns bei makrohaus.





Zukunft beginnt mit transparenz!
In unserer Agentur verändert sich ständig etwas.
Neue Anforderungen entstehen, Kundenbedürfnisse entwickeln sich weiter, Technologien verändern unsere Arbeitsweise und bestehende Geschäftsmodelle müssen überprüft werden. Gleichzeitig laufen Projekte, Termine müssen eingehalten und operative Entscheidungen getroffen werden.
Im Arbeitsalltag bleibt dabei häufig wenig Raum, um das größere Bild gemeinsam zu betrachten.
Doch wenn wir Zukunft gestalten möchten, reicht es nicht aus, Entscheidungen ausschließlich auf Geschäftsführungs- oder Führungsebene zu treffen und sie anschließend an das Team weiterzugeben.
Menschen müssen verstehen können, warum sich etwas verändert.
Sie müssen Zusammenhänge erkennen, Auswirkungen einordnen und wissen, welches gemeinsame Ziel hinter einzelnen Entscheidungen steht.
Deshalb haben wir uns bei makrohaus bewusst Zeit genommen.
Wo stehen wir – und wo wollen wir hin?
Im ersten Teil ging es um die aktuelle Situation unserer Agentur. Wir haben Zahlen betrachtet, Entwicklungen eingeordnet und offen darüber gesprochen, welche Themen uns beschäftigen.
Wo stehen wir heute?
Welche Veränderungen sehen wir in unserem Markt?
Was erwarten unsere Kunden künftig von uns?
Welche Leistungen und Kompetenzen möchten wir weiterentwickeln?
Und was bedeutet das für unsere Zusammenarbeit im Team?
Dabei ging es nicht darum, eine vollständig ausformulierte und unveränderbare Zukunft zu präsentieren. Es ging darum, Orientierung zu geben. Denn Zukunftsgestaltung bedeutet auch, verschiedene Möglichkeiten zu betrachten, Entwicklungen aufmerksam zu beobachten und immer wieder gemeinsam zu überprüfen, welcher Weg zu uns passt.
Strategie darf kein geschlossenes System sein
Strategische Entscheidungen gehören zur Verantwortung einer Geschäftsführung. Das bedeutet jedoch nicht, dass Strategie in einem geschlossenen Raum stattfinden sollte. Ein Team kann einen Weg nur dann überzeugend mitgehen, wenn das Ziel und die Gründe dahinter verständlich sind. Dafür braucht es Informationen, aber vor allem Kommunikation. Transparenz bedeutet für uns nicht, jede operative Entscheidung im gesamten Team abzustimmen. Sie bedeutet, die wesentlichen Entwicklungen nachvollziehbar zu machen.
Warum beschäftigen wir uns mit bestimmten Themen?
Welche Chancen sehen wir?
Welche Risiken müssen wir berücksichtigen?
Und welche Rolle übernimmt das Team auf diesem Weg?
Diese Fragen sind entscheidend, wenn aus einer strategischen Entscheidung eine gemeinsame Entwicklung werden soll.
Von der Präsentation zur Pizza
Nach dem strategischen Teil wurde aus der Präsentation eine gemeinsame Runde bei Pizza.
Dieser Wechsel war bewusst gewählt.
Während eine Präsentation zunächst Orientierung und einen gemeinsamen Informationsstand schafft, entsteht echtes Verständnis häufig erst im anschließenden Gespräch. Manche Themen müssen sich setzen. Manche Fragen entstehen erst, wenn die ersten Informationen verarbeitet wurden. Und manche Gedanken werden leichter ausgesprochen, wenn nicht mehr alle in eine Richtung auf eine Leinwand schauen, sondern gemeinsam an einem Tisch sitzen.
Die Pizza war deshalb mehr als nur die Verpflegung an diesem Abend. Sie hat den passenden Rahmen für einen offenen, unkomplizierten Austausch geschaffen.






Führung bedeutet, Menschen mitzunehmen
Mitarbeiterführung bedeutet für uns nicht, auf jede Frage sofort eine fertige Antwort zu haben.
Es bedeutet auch nicht, so zu tun, als ließe sich jede Entwicklung exakt planen.
Führung bedeutet, Orientierung zu geben, ehrlich mit Veränderungen umzugehen und einen Rahmen zu schaffen, in dem Menschen Fragen stellen und ihre Perspektiven einbringen können.
Denn Unsicherheit entsteht häufig nicht allein durch die Veränderung selbst. Sie entsteht durch fehlende Informationen, unklare Erwartungen und das Gefühl, Entwicklungen nur von außen beobachten zu können.
Ein transparenter Austausch kann diese Unsicherheit nicht vollständig beseitigen. Er kann aber Vertrauen schaffen.
Und Vertrauen ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen Verantwortung übernehmen und Veränderungen aktiv mittragen.
Welche zukunft wünschen wir uns?
Der Impuls von Dr. Birthe Menke hat bei mir deshalb eine zentrale Frage hinterlassen:
Welche Zukunft möchten wir eigentlich gestalten?
Nicht nur für eine Branche oder für unsere Kunden, sondern auch für unser eigenes Unternehmen.
Für makrohaus wünschen wir uns eine Zukunft, in der wir neugierig bleiben, Veränderungen nicht einfach hinnehmen und gleichzeitig nicht jedem Trend unkritisch folgen.
Eine Zukunft, in der Erfahrung und neue Perspektiven zusammengehören.
Eine Zukunft, in der unser Team versteht, wohin wir uns entwickeln, und mutig genug ist, diesen Weg aktiv mitzugestalten.
Dafür braucht es Strategie. Es braucht klare Entscheidungen.
Es braucht aber ebenso Begegnung, Kommunikation und den offenen Austausch miteinander.
Unser Pizza und Strategie hat nicht jede Frage abschließend beantwortet.
Er hat einen gemeinsamen Informationsstand geschaffen, neue Gespräche angestoßen und Raum für unterschiedliche Perspektiven gegeben. Denn Zukunft entsteht nicht erst morgen. Sie beginnt in dem Moment, in dem wir gemeinsam über sie sprechen. Und manchmal beginnt sie eben mit Zahlen, einer Präsentation und einem Stück Pizza.